Grundreinigung aller Art

Bei besonders starker Verschmutzung führt kein Weg an einer erstmaligen Grundreinigung vorbei.

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Behandlungsmittel für die Innenreinigung

Das Angebot an Reinigungs-, Pflege- und Desinfektionsmitteln auf den Markt ist nahezu unüberschaubar. So kann es passieren, dass der Anwender auf Grund dieser verwirrendenVielzahl einen Werkstoff mit dem falschen Mittel behandelt und die Oberfläche daraufhin Schaden nimmt. In diesem Beitrag sollen die einzelnen Typen an Behandlungsmitteln vorgestellt und wichtige Fakten zur Anwendung genannt werden.

Obwohl es auch in Supermärkten Behandlungsmittel gibt, deren Vorzüge im Werbefernsehen überschwänglich angepriesen werden, sollte der Profi – also Gebäudereiniger und Hauswart – auf Produkte aus dem sogenannten "GV-Bereich", dem Großverbraucherbereich zurückgreifen. Während die Haushaltsmittel in erster Linie auf Duft, Aussehen, Verpackung und Ähnliches setzen, sind die GV-Produkte auf professionellen Einsatz abgestimmt und getestet. Die Hersteller bieten zudem durch ihre Außendienstmitarbeiter umfassende Beratung und Service an. Im Wesentlichen gliedert sich die Palette der angebotenen Produkte in die folgenden Produkttypen:

Schmierseife
Früher wurde die Schmierseife als Universalmittel zur Reinigung empfohlen. Heute, im Zeitalter der modernen und empfindlichen Oberflächenwerkstoffe ist diese Empfehlung rückständig. Schmierseife besitzt einen hohen pH-Wert, d.h. sie ist aggressiv gegenüber alkalieempfindlichen Oberflächen wie z.B. Linoleum oder polierten Steinen. Außerdem ist sie schlecht dosierbar, da sie pastös (halbfest) ist. Sie riecht ranzig und enthält keinerlei Enthärter, weswegen sichein leichter Schleier aus Kalkseiferückständen auf der Oberfläche bildet, die sogenannten "Putzstreifen". Leider ist die Schmierseife immer noch sehr häufig in den Putzkammern von Objekten vertreten. Ein aufmerksamer Hauswart sollte darauf achten, dass die Schmierseife durch moderne Allzweckreiniger ersetzt wird.

Allzweckreiniger
Wie der Name schon sagt, sind diese Produkte Mittel, die für "alle Zwecke", d.h. für alle alltäglichen Verschmutzungen wie Fett, Straßenschmutz und ähnliches eingesetzt werden können. Sie basieren auf Tensiden, die das Fett emulgieren, Enthärtern, die die Wasserhärte ausschalten und einigen Hilfsstoffen. Allzweckreiniger mit einem pH-Wert von ca. 8 enthalten zusätzlich noch Alkalien, die die Entfernung von Fetten unterstützen und die Wirkung verbessern. Alkoholreiniger bzw. Glasreiniger sind ähnlich zusammengesetzt. Der Unterschied besteht darin, dass der Anteil an Tensiden reduziert ist zugunsten eines Anteils an Alkohol wie z.B. Propanol oder Ethanol. Das Lösemittel Alkohol löst Fett und trocknet streifenfrei auf. Daher eignen sich Alkoholreiniger vor allem für glänzende Flächen, auf denen jeder Rückstand leicht erkennbar wäre.

Grundreiniger
Mit Hilfe von Grundreinigern werden Pflegemittelfilme entfernt. Sie sind mehr oder weniger alkalisch eingestellt. Beim Einsatz muss unbedingt darauf geachtet werden, welcher Belag gereinigt werden soll. Linoleum darf nur mit pH-Werten von maximal 9,5 behandelt werden, da er sonst unter Gelbfärbung verseift, d.h. zerstört wird. PVC dagegen ist unempfindlich gegenüber hohen pH-Werten. Wird also ein Grundreiniger für PVC auf Linoleum angewendet, kann schnell ein hoher materieller Schaden auftreten. Bei der Entsorgung der Schmutzflotte sollten die jeweils geltenden Bestimmungen für die Einleitung in das Abwassersystem beachtet werden. Zu hoch alkalische Abwässer zerstören unter Umständen Abwasserrohre und belasten die Kläranlage.

Pflegemittel (Beschichtungen)
Pflegemittel für nichttextile Beläge wie z.B. PVC oder Linoleum werden unter Hauswarten oft allgemein als "Wachs" bezeichnet. Dieser Name ist nur für manche Produkte zutreffend. Nicht alle Beschichtungen enthalten ausschließlich Wachse als Pflegekomponente. Polymerdispersionen, also Mittel, die Kunststoffe enthalten, bilden einen härteren und strapazierbareren Pflegefilm als die Wachsemulsionen. Ihre Rückstände sind jedoch bei einer Grundreinigung auch schwerer entfernbar. Metallvernetzte Polymerdispersionen bieten den besten Schutz für den Belag, sind aber nur mit speziell darauf abgestimmten Grundreinigern wieder zu beseitigen und bergen daher unter Umständen erhebliche Probleme.

Wischpflegemittel
Eine gute Alternative zu den Pflegemitteln sind in manchen Bereichen die sogenannten Wischpflegemittel. Sie sind Kombinationsprodukte, die gleichzeitig reinigen und pflegen. Je nachdem, welche Pflegestoffe eingesetzt werden, werden die Rückstände beim nächsten Reinigungsvorgang wieder gelöst und neue aufgetragen. Dies ist z.B. bei Seifenreinigern und Wischpflegemitteln mit wasserlöslichen Polymeren (Kunststoffen) der Fall. Nicht lösliche Pflegestoffe dagegen werden bei jedem Wischen übereinander geschichtet. Oft wird auch Schmutz mit eingebettet, was ein Vergrauen des Pflegefilmes (sichtbar als seitliche schwarze Ränder an Treppenstufen oder an de rFußbodenkante) zur Folge hat. Zudem müssen die Rückstände aufwändig und abwasserbelastend mit einer alkalischen Grundreinigung entfernt werden. Daher sind Wischpflegemittel mit wasserunlöslichen Polymeren oder Wachsen nicht zu empfehlen.

Saure Sanitärreiniger
Kalklösende, saure Reiniger werden in erster Linie im Sanitärbereich eingesetzt, um Kalkaufbau zu beseitigen. Hier sind drei Säurearten zu nennen, die bevorzugt eingesetzt werden sollten: Zur Unterhaltsreinigung sind Zitronensäure und/oder Amidosulfonsäure am besten geeignet, wenn sowohl Reinigungs- als auch Umweltaspekte beachtet werden. Stärkeren Kalkaufbau kann man mit Hilfe von Phosphorsäure beseitigen, die in Sanitär-Grundreinigern enthalten ist.
Ungeeignet sind in Sanitärreinigern vor allem Salzsäure (lässt Edelstahl rostfrei korrodieren), Flusssäure (ätzt Glas, glasierte Fliesen und ähnliches und ist vor allem giftig), Essigsäure (unangenehmer Geruch, bildet mit Kupfer giftigen Grünspan) und auch Ameisensäure (kann die Haut reizen und Allergien hervorrufen). Im Zusammenhang mit sauren Sanitärreinigern sollte noch beachtet werden, dass diese niemals in Kombination mit chlorhaltigen Desinfektions- oder Bleichmitteln eingesetzt werden dürfen, da sich bei der einsetzenden chemischen Reaktion giftiges Clorgas bildet. Auf Grund dieser Unkenntnis sind bereits einige Personen durch unsachgerechten Einsatz der Mittel verstorben.

Teppichreinigungsmittel
Um textile Beläge (Teppiche) zu reinigen, müssen sie von Zeit zu Zeit durch Shampoonierung oder Sprühextraktion behandelt werden. Beim Shampoonieren werden die Fasern, ähnlich wie beim Haarewaschen, mit Tensiden eingeschäumft und der Schaum einschließlich des gelösten Schmutzes ausgespült. Beim Sprühextrahieren wird die Reinigungslösung unter Druck in den Teppich eingesprüht und sofort mit dem gelösten Schmutz wieder aufgesaugt. Ideal ist es, wenn beide Methoden kombiniert werden, d.h. wenn zunächst shamponiert und anschließend mit klarem Wasser sprühextrahiert wird, um alle Reste der Mittel aus dem Teppich zu beseitigen. Befinden sich noch Reste des Reinigers im Teppich, kann es zu einer schnelleren Wiederanschmutzung kommen, da der eingetretene Schmutz durch die Rückstände gebunden wird. Es bilden sich bereits nach einigen Wochen sogenannte "Laufstraßen".

Desinfektionsmittel
In einigen Bereichen, die von Hauswarten betreut werden, kann es notwendig werden, Keime und Krankheitserreger durch Desinfektion abzutöten. Wichtig ist der konsequente Einsatz dieser Produkte, denn bei Unterdosierung oder falscher Anwendung können Mikroorganismen gegen den Wirkstoff resistent werden. Da sich die Keime rasant schnell vermehren, ist eine Anwendung in großen Zeitabständen (z.B. einmal wöchtenlich) nicht sinnvoll. Wo desinfiziert werden muss, muss in der richtigen Konzentration (vom Hersteller getestet und durch unabhängige Institute überprüft) und in kurzen Zeitabständen behandelt werden. Im Zweifelsfall bieten die Hersteller kompetente Beratung an.

Spezialmittel
Um besondere Reinigungsprobleme in den Griff zu bekommen, sind Spezialreiniger erforderlich. Die gängigsten Mittel sind hier Fleckentferner für textile Beläge, Kaugummientferner, Schreibtischreiniger, Graffitit-Entferner oder auch besondere Polituren. Bei allen diesen Mitteln müssen die Herstellerangaben berücksichtigt werden. Viele dieser Produkte enthalten organische Lösemittel und sind daher für manche Oberflächen aus Kunststoff ungeeignet. Oftmals sind sie auch noch brennbar und als Gefahrstoff eingestuft (schwarzes Symbol auf orangem Untergrund). Dann ist besondere Vorsicht geboten.
Die oben beschriebene Produkttypen sind für den Innenbereich von Gebäuden geeignet. Ganz allgemein gilt für die Anwendung: Niemals dürfen Behandlungsmittel miteinander gemischt werden! Im schlimmsten Fall können giftige Gase frei werden, die schwere Gesundheitsschäden bis hin zum Tode hervorrufen können. Eine harmlosere Folge ist die Aufhebung der Wirksamkeit der Mittel oder eine teilweise sehr starke Hitzeentwicklung. Beim richtigen Umfang gemäß der Herstellerempfehlungen (Dosierung, Anwendungsgebiete, Reinigungsverfahren usw.) kann bei der Reinigung jedoch nichts schief gehen.